Bastelzeit: Pinnepilot

von Gundolf Oertwig am 02.12.2021 / in Technik

„Ja, ist denn scho‘ Weihnachten?“  Das Auspacken von Päckchen mit neuen Dingen übt ja bei den meisten Menschen einen positiven Reiz aus. Geht mir jedenfalls so, obwohl ich eigentlich gar keinen Grund zur Freude habe. Schließlich ist es nur ein Ersatz für den alten Pinnepiloten, der nun einfach nicht mehr steuern wollte und somit über den Sperrmüll der Entsorgung zugeführt wurde. Und wieder einmal verlangt mein Segel-Hobby einen kräftigen Obolus! In diesem Zusammenhang fällt allerdings auf, dass gerade Zubehör aus dem maritimen Bereich mit mir teils unverständlichen Preisen gehandelt wird. Auch die Unterschiede bei den Spannen sind gravierend: die ermittelten Preise bewegen sich von ca. 550 € bis über 800 €, für das gleiche Teil! Offenbar gelten Yachties im Fachhandel als immer spendable, vor Geld strotzende Typen, die zwischen zwei Big-Jobs auf ihrer Yacht Sekt schlürfen… Klar – denke ich mir, allein der Prozentsatz meiner verfügbaren Geldmittel, die ich für mein Boot ausgebe, toppt alles, was sich so ein Oligarch leisten kann. ;-)) (und ich teile mir einen Abend an Bord oft mit einem Schotten oder Iren im Glas).

Pinnepilot

Zurück zum Pinnepilot: der Typ ST 2000+ ersetzt meinen alten St 1000+ Warum also das Upgrade? Der Grund ist Schnelligkeit. Der 2000er braucht weniger, als die halbe Zeit für eine Hartruderlage als der 1000er oder andere Produkte. Ob man das braucht, hängt vom Steuerverhalten des eigenen Bootes ab. Meine Dulcibella jedenfalls reagiert besser auf kurze und deutliche Korrekturen an der Pinne, als auf langsame und größere Ausschläge. Ob ich dann auch einmal die Integration in ein Bus-System mache, ist noch offen. Bei meinen geringen Bedarf an Instrumenten reichte sogar der ältere Standard NMEA 0183 noch gut aus. Aber brauche ich das wirklich? Logge und Lot jetzt sind günstige Geräte ohne Bus. Windanlage habe ich keine. (Manchmal wünschte ich mir eine, um etwas Wind zu machen;-) Eigentlich wäre die noch zu den anderen beiden brauchbar, könnte der Pinnepilot doch dann „nach dem Wind“ steuern und mir bessere Sicherheit durch gutes Anliegen zum Wind geben, wenn ich mal wieder alleine unterwegs bin und nach vorne muss. Bisher machte das und das nicht mal so schlecht, meine Windpilot ganz ohne Lärm und Stromverbrauch. Allerdings ist das dann eher etwas fürs freie Wasser und weniger brauchbar in engen Fahrwassern mit häufigen Richtungsänderungen.

So gut bis hier.  Mein neuer Mischkrümmer für den Yanmar 1GM10 ist angekündigt und hat inzwischen den Zoll passiert. Den schraube ich aber nicht bei Minusgraden an den Motor! Nee! Natürlich folgt ein Bericht dazu zu gegebener Zeit.

Und überhaupt: wer Lust verspürt über das eine oder andere Ding an Bord zu plaudern, gerne! Dann auf mein Steggezwitzscher achten!

 

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