Brot holen gehen

von Gundolf Oertwig am 04.07.2020 / in 2020 rund Kattegat, DK und Hiddensee

Brot holen gehen

Ach, wie schön, dass es Google Maps gibt! “ Bageri“ eingeben (Bäckerei) und los geht es. 4 Minuten entfernt. Man läuft so und läuft und läuft… Ach je, richtig hinsehen: 41 Minuten zu Fuss, fast 5 KM entfernt, ächts aber nun ist man schon unterwegs.
Angekommen, zeigt sich ein Ausflugsziel mit Bäckerei, Caffee, kleinen Läden und die obligatorische Keramikwerkstatt.
Einen Kaffee bestellt, etwas Süßes dazu und hingesetzt, mein Buch zur Hand. Schön. Draussen hat es inzwischen zu regnen angefangen. Schön. Also ein zweiter Kaffe muß her…
„Here, your Coffee to go!“
„No, i wana drink it here“
„sorry, sir, we close in 4 Minutes“

Ach toll! Ganz toll! Das Roggenbrot gibt mir die Verkäuferin gleich in zwei Tüten „because it’s so wet outside, smile“ und tschüss.
Stimmt, im kalten Regen, hielten die umweltfreundlichen PAPIER-Tüten auch ganze 400 Meter. Die restlichen 4 1/2 Kilometer beschreibe ich jetzt nicht. Ja, die Regenjacke hat ziemlich dicht gehalten, außer die Tasche, wo mein Buch steckte. Es ist zerfallen…
Meine leichte Seglerhose ist von der Sorte, die schnell wieder trocken wird. Also geht Wasser auch schnell durch. Und, ach ja, Schweden ist sozialdemokratisch, hier hat jeder genug Geld für ein gutes Auto, die Ärmeren fahren Fahrad. Laufen, nee das macht hier keiner! Es ging also auf der Autostraße, inmitten der Regengischt zurück zum Hafen.
Im Boot angekommen alles trocknen, warum geht der Lüfter nicht? Draussen nachsehen, Sicherung raus, wahrscheinlich weil alles so nass ist, meine zweite Garnitur auch gleich.
Dafür draussen auf See eine unerwartete Windpause, wäre ich doch nur losgefahren. Morgen Früh wird’s wieder stürmisch. Dann werde ich mal googeln: vielleicht „Sauna“?

Foto: pixabay.com

1 Kommentar

  • Frank says:

    Waren das noch Zeiten, wo eine simple Plastiktüte in der Hosentasche immer zur Hand war. Brot und Buch hätte das gefallen.